Führungen

Von April bis Oktober regelmäßig an jedem 3. Sonntag im Monat nach der "Kirche im Grünen" gegen 11.45 Uhr, Dauer ca. 1 Std. 

Für interessierte Gruppen (Geburtstage, Hochzeiten, Jahrgänge, Jubiläen, Ausflüge, Schulklassen, Firmenveranstaltungen, etc.) bieten wir auch Führungen nach Vereinbarung an.
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Sommerferienprogramm 2011

Sommerferienprogramm 2011: Alte Ritter und geheime Gänge

Heribert Sauter von den Hohenneuffen-Burgführern hatte sich zu dieser Führung bereiterklärt, wofür ihm, auch im Namen der beteiligten Kinder, ganz herzlich gedankt sei. Er berichtet:

Im Rahmen des Neuffener Sommerferienprogramms traf sich am Montag, dem 9. September 2011, der größte Teil der angemeldeten Kinder und Jugendlichen auf dem Hohenneuffen zu einer Burgführung. Wohl wegen des regnerischen Wetters hatten einige noch kurzfristig abgesagt, dafür waren aber 6 Eltern mitgekommen. Gemeinsam wollte man die altehrwürdige Ruine auf den Spuren der Ritter erforschen.

 

Heribert Sauter gab zunächst einen kurzen Überblick über die Entwicklung der Burg von der kleinen Ritterburg der Herren von Nifen über die starke Landesfestung der Württemberger Herzöge bis zum traurigen Ende als Ruine. Dann ging es zunächst ein Stück weit durch die Wälle und Gräben der Vorwerke, wobei man die Festungsanlagen der Vorburg, die Ruinen der Halbrundtürme und den Pulverturm bewundern konnte. Durch das Schwarze Tor betrat man dann die innere Burg. In den 4 Kasematten berichtete der Burgführer von den Schicksalen der Gefangenen, die hier, oft auch unschuldig, eingekerkert waren. An der Treppe zum Oberen Wall erfuhren die Teilnehmer, wie durch die Heirat von Prinz Eberhard mit der Prinzessin Henriette von Mömpelgard (dem heutigen Montbéliard in Frankreich) im Jahr 1397 die beiden Fische, Goldbarben, ins württembergische Wappen gekommen waren und dadurch die burgundische Grafschaft Montbéliard für 400 Jahre württembergisches Territorium wurde. Auf dem Neuffener Turm lernten die Kinder den wohl bekanntesten Ritter aus der Neuffener Hochadelsfamilie kennen, den Minnesänger Gotfrit von Nifen. Sie erfuhren, was ein Ritter alles lernen und können musste und wie beschwerlich und unbequem das Leben auf einer mittelalterlichen Burg war.

Das Wetter hatte sich im Laufe der Führung sehr gebessert, als man sich gegen 12 Uhr, versehen mit ganz neuen Eindrücken über Burg und Burggeschichte, an den Abstieg machen konnte. Heribert Sauter