Führungen

Von April bis Oktober regelmäßig an jedem 3. Sonntag im Monat nach der "Kirche im Grünen" gegen 11.45 Uhr, Dauer ca. 1 Std. 

Für interessierte Gruppen (Geburtstage, Hochzeiten, Jahrgänge, Jubiläen, Ausflüge, Schulklassen, Firmenveranstaltungen, etc.) bieten wir auch Führungen nach Vereinbarung an.
Schicken Sie uns eine Anfrage per Mail - wir melden uns bei Ihnen.

Geschichte der Burgführer

 

Sehr verehrte Gäste aus nah und fern, liebe Neuffener, liebe Burgführer!

 

Nachdem die Gruppe der Burgführer nun schon länger als 2 Jahrzehnte existiert, möchten wir – der Freundeskreis Burg Hohenneuffen und Stadt Neuffen, kurz: die Hohenneuffen-Burgführer – die Möglichkeit wahrnehmen, uns vorzustellen, indem wir zum einen noch einmal unsere Arbeit kurz erläutern, unsere Ziele darlegen und was wir dazu unternehmen bzw. schon unternommen haben, zum anderen einen kurzen Querschnitt über 22 Jahre Burgführer-Geschichte liefern.

 

Ausgangslage

Den Ausgangspunkt und die Grundlage für unsere Anfänge bildete die Abteilung „Mittelalter" des Stadtmuseums Neuffen im restaurierten Schillingschen oder „Großen Haus". Dort befinden sich zum Thema Hohenneuffen u.a. ein sehenswertes Modell der Festung, wie sie im 18. Jahrhundert aussah (geschaffen übrigens von der Kunst-AG des Gymnasiums Nürtingen unter der Leitung von Otto Zondler), eine komplette Ritterrüstung mit Langschwert und Streitkolben und – sicherlich ein Glanzpunkt unter den Ausstellungsstücken – ein Faksimile der weltberühmten Heidelberger Liederhandschrift, des Codex Manesse, darin der wohl berühmteste Sohn Neuffens, der Minnesänger Gotfrit von Nifen (Gottfried von Neuffen).

Die Betreuer dieser Abteilung waren sich bald darüber im Klaren, daß die Geschichte des Hohenneuffen mehr Beachtung verdient, daß sie ins rechte Licht gerückt und vor allem auch daß sie weiter erforscht werden müsse. Die ehemalige Ritterburg der Herren von Neuffen, das Schloß der Württemberger Grafen, die Landesfestung der württembergischen Herzöge, sogar die nun auch schon wieder über 200 Jahre alte Ruine sowie schließlich die nach dem 2. Weltkrieg dort oben in Angriff genommene Gründung des Südweststaates verdienten einfach mehr Beachtung!

 

 

Konstituierung

Diese Ziele und Vorstellungen im Blick, bildete sich auf Initiative des leider verstorbenen Eduard Kuchelmeister 1988 der Arbeitskreis Burgführer Hohenneuffen. Darin waren 2 Dutzend geschichtsbewußte Bürgerinnen und Bürger aus Neuffen und der näheren Umgebung vertreten.

Der Zweck der Gruppe bestand zunächst einmal darin, die Burgführungen auf dem Hohenneuffen im Anschluß an die „Kirche im Grünen" jeden 3. Sonntag im Monat zu betreuen, was wir nach wie vor wahrnehmen. Diese Aufgabe hatte eigentlich der Beurener Lehrer Friedrich Sautter inne, der sie jedoch altershalber abgeben wollte. Nach mehreren vorbereitenden Sitzungen, zum Teil im Ritterstüble auf dem Hohenneuffen, oft verbunden mit einem frugalen oder gar opulenten Mahl (Axel Vetter sei Dank!), und gemeinsamen Rundgängen durch Burgruine und Vorwerke konstituierten wir uns als Gruppe der Burgführer, freilich nicht als „e.V.", als eingetragener Verein, weil dies die Mehrheit der Mitglieder nicht wünschte.

Damals gab es monatlich noch 2 Führungen, einmal jeden 3. Sonntag im Monat nach der „Kirche im Grünen", dann jeden 1. Sonntag im Monat nachmittags. Diese 2. regelmäßige Führung mußten wir im Laufe der Zeit aus den verschiedensten Gründen leider einstellen. Wir beschränkten uns jedoch nicht alleine auf die Burgführungen, sondern wurden auch anderweitig aktiv. Neben den Führungen bildet(e) die Erforschung der Burggeschichte einen Schwerpunkt unseres Wirkens. Wir gingen in Archive, lasen alte Urkunden und durchforsteten zahlreiche Literatur, um möglichst viel über die Geschichte unseres Hausberges und seiner Herren herauszubekommen. Dazu trafen und treffen wir uns in regelmäßigen Abständen, heute nicht mehr so oft wie früher auf der Burg, diskutieren über alte Geschichte und neue Ideen und versuchen, diese in Aktionen oder Presseinformationen umzusetzen.

So dürfen wir stolz darauf sein, daß auf unser Betreiben hin der Berggipfel ausgelichtet wurde und die steilen Felsen mit dem alten Gemäuer nun auch vom Tale aus wieder weithin zu erkennen sind, oder daß im Burginneren mehrere Informationstafeln zur Geschichte der Burg aufgestellt wurden. Aus den von uns teilweise selbst erarbeiteten Texten, die uns Walter Bär wiederum als Manuskript über den Hohenneuffen als Arbeitshilfe zur Verfügung stellte, entwickelte sich – nicht zuletzt auf unser Drängen – sein stark beachtetes Buch „Der Neuffen. Geschichte und Geschichten" mit zahlreichen Illustrationen des inzwischen leider ebenfalls verstorbenen Autors. Und schließlich wurde auf unsere Initiative hin das Wappen der württembergischen Herzöge an der Schildmauer restauriert und bildet nun wieder – im wahrsten Sinne des Wortes – ein Glanzstück im Burghof.

Nicht zu vergessen sei an dieser Stelle die Burgbeleuchtung, die den aus dem Albkörper hervorspringenden Bergkegel am Wochenende ins rechte Licht setzt, so daß er bei entsprechender Witterung von Weitem sichtbar ist. Hier ist dem Stadt- und Kulturring Neuffen e.V. zu danken, der sich der Erstellung, dem Unterhalt und der Betreuung der Flutlicht-Anlage angenommen hat.

 

Weitere Aktivitäten

Neben diesen eigentlichen Aufgaben, die wir uns gestellt haben, waren und sind wir auch noch auf anderen Gebieten tätig. Wir unternahmen Ausflüge und Exkursionen in die nähere und weitere Umgebung, natürlich unter einem ganz besonderen, geschichtlich-historischen Blickwinkel, meist in die großartige Neuffener Vergangenheit, organisier(t)en Dia- und Vortragsabende, einige Male in Zusammenarbeit mit der Neuffener Volkshochschule vhs unter dem Motto „Neuffener Geschichtswerkstatt", oder luden zu Sonderausstellungen im Stadtmuseum Neuffen oder im Melchior-Jäger-Haus ein, hierbei immer in Zusammenarbeit mit dem schon erwähnten Stadt- und Kulturring.

Mit all diesen Aktionen versuchen wir, den Einwohnern von Neuffen und Umgebung, aber auch den zahlreichen Besuchern aus Nah und Fern, die Geschichte von Neuffen und dem Hohenneuffen näherzubringen. Ein oft gehörter Satz bei diesen Führungen und Veranstaltungen ist: „Daß Neuffen und der Hohenneuffen so eine tolle Geschichte haben, hätten wir nicht gedacht!" Ein ganz besonderes Anliegen ist es uns, durch kindgerechte Präsentationen und Veranstaltungen den Kindern und Jugendlichen die Beschäftigung mit (Neuffener) Geschichte „schmackhaft" zu machen, sie dazu animieren, sich damit auseinanderzusetzen, damit sie erfahren, wie interessant, ja spannend (Heimat-) Geschichte sein kann! Dazu bieten wir Führungen für Schulklassen an oder wirken beim Sommerferienprogramm der Stadt Neuffen mit.

 

Thematische Führungen

Inzwischen haben wir einige Experten unter uns, die auf fast jeden inhaltlichen Führungswunsch eingehen können. Außer den „normalen" Führungen nach der „Kirche im Grünen" haben wir schon Sonderführungen bei Hochzeiten gemacht, bei „runden" oder (Kinder-) Geburtstagen, für Betriebsfeiern, zu Firmenjubiläen, für Jahrgänge, Familien oder sonstige Gruppen, für englisch oder französisch sprechende Besucher, für Burgen- oder Mittelalter-Spezialisten. Doch nicht nur für den Hohenneuffen, auch für die Stadt Neuffen, für die Martinskirche, das Stadtmuseum oder den Heidengraben können wir kompetente Spezialisten vorweisen – nicht zu vergessen für Weinproben des Neuffener Tälesweins! Deshalb . . .

. . . kann man uns für die unterschiedlichsten Führungen buchen oder bei Fragen zur Geschichte von Neuffen und dem Hohenneuffen einfach anrufen, mit uns darüber sprechen und am besten gleich einen Termin vereinbaren!

Wir sind zwar kein eingetragener Verein, benötigen aber natürlich auch eine gewisse Organisations-Struktur, damit Sie wissen, an wen Sie sich wenden können. Deshalb ist nachfolgend unsere Vereinsführung aufgeführt; Sie können aber auch direkt mit den jeweiligen Burgführern Kontakt aufnehmen.

 

 


CARL-MARTIN EBERHARDT

Morglachstraße 11, 72660 Beuren

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